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Wir müssen Accountability andersherum denken.

Worüber wir in der New Work Bubble viel zu selten sprechen: Accountability. Warum das so ist und mir das selbst sehr schwerfällt.


Vor einigen Wochen habe ich bei uns im Leadership Team einen Vulnerable Share gemacht: Mir fällt es sehr schwer, Leute für etwas accountable zu halten.


Warum? Ich habe Accountability vollkommen falsch verstanden. Ich habe gelernt, Accountability über emotionalen Druck herzustellen. Ich habe selbst ein Gefühl von Scham empfunden, wenn ich ein Ziel nicht erreicht habe. Es hat ein Gefühl von „nicht gut genug sein“ ausgelöst.


Als Folge dessen habe ich mich unterbewusst geweigert, für so ein Gefühl bei meinen Kolleg:innen verantwortlich zu sein. Rational habe ich mir mein Verhalten schön geredet: Wir wollen ja eigenverantwortliches Arbeiten, dann darf ich ja auch nicht kontrollieren, oder? Mein Verhalten war also „ok”.


Pustekuchen. Accountability ist die Kehrseite der Medaille von eigenverantwortlichem Arbeiten. Ohne Accountability verwandelt sich Eigenverantwortung in einen Berg von Unmut über unausgesprochene und unerfüllte Erwartungen.


Wir müssen Accountability andersherum denken. Jemand, der mich accountable hält, hilft mir dabei, *mein* Ziel zu erreichen.


Heute suche ich mir ganz bewusst meine:n Accountability-Partner:in und biete mich dem restlichen Team ebenso gerne als Accountability Partner an. Denn: Ziele ohne Accountability funktionieren nicht. Eigenverantwortung ohne Accountability ebenso wenig.


Wenn ein Ziel nicht erreicht wird, ist das “Accountability-Gespräch” immer noch kein Zuckerschlecken. Mit umgedrehten Verständnis aber wird es zu einer gemeinsamen Diskussion, bei der die Problemlösung und nicht die Schuldzuweisung im Vordergrund steht.


Diese Gespräche zu suchen und emotional positiv einzuordnen, ist meine aktuelle Herausforderung.


Habt ihr schonmal über das Thema Accountability nachgedacht? Wie steht ihr dazu?

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