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Du kannst deine Mitarbeiter:innen nicht motivieren.

Du demotivierst sie so nur!


Vor Jahren habe ich meinen beruflichen Werdegang im Konzern gestartet. Halbjährlich wurden mit mir Zielvereinbarungen vereinbart. Das Erreichen dieser Ziele war direkt an einen finanziellen Bonus geknüpft. Das sollte mich motivieren. Das Problem: Hat es aber ganz und gar nicht.


Heute, viele Jahre später, verstehe ich, warum das bei mir – und bei allen anderen Menschen da draußen auch – nicht funktioniert.


Die simple wissenschaftliche Erkenntnis: Man kann Menschen nicht motivieren. Menschen SIND von sich aus motiviert.


Viel schlimmer noch: Wenn man versucht, Menschen mithilfe von materiellen Gütern zu motivieren (wie z. B. Geld), dann sinkt ihre Leistung häufig sogar!


Das haben verschiedene Studien über die vergangenen Jahrzehnte immer wieder und wieder bestätigt! Zumindest dann, wenn es um Aufgabenbereiche geht, in denen Kreativität gefragt ist. Und das ist sie doch heutzutage fast immer, oder?


Die Erklärung: Extrinsische Motivation führt zu einem Tunnelblick (ich muss diese Aufgabe jetzt erledigen) und dieser zu einem insgesamt schlechteren, deutlich oberflächlicheren Denkprozess.


Das Paradoxe: Die Incentive-Strukturen in unserer Arbeitswelt sind genau darauf aufgebaut – und führen so letztlich zu weniger Motivation.


Der Autor Daniel Pink hat das in seinem Buch „Drive“ sehr treffend auf den Punkt gebracht: "There’s a mismatch between what science knows and what business actually does."


Worauf es stattdessen ankommt: Autonomie. Studien zeigen: Wenn wir selbst bestimmen können, wann wir was tun, wie wir was tun und mit wem wir etwas tun, ist unsere Motivation deutlich höher.


Rückblickend ergibt mein Gefühl von damals also durchaus Sinn.


Wie seht ihr das: Glaubt ihr, dass ihr Mitarbeiter:innen motivieren könnt? Wie nehmt ihr das bei euch selbst wahr?

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